DIARIO de IBIZA
10.09.2008

MEDIO AMBIENTE


La recuperación de la industria de la sal en Formentera implicará rehabilitar toda la zona protegida
Die Wiederaufnahme der Salzindustrie auf Formentera schließt die Wiederherstellung der gesamten geschützten Zone ein
Salinera Española hat einen Pachtvertrg mit der im vergangenen Juli gegründeten Firma Salines de Formentera unterzeichnet, zur Nutzung dieser Industrie auf Formentera. Die neue Firma wird ebenfalls den s´Estany Pudent verwenden. Wie diese Zeitung bereits berichtete, ist es unmittelbares Ziel, eine Serie von Versuchen zu starten, um Mineralsalze zur Verwendung im Gesundheitsbereich zu produzieren, zur Verteilung in spezialisierten Gesundheitszentren. Die Reaktivierung dieser Industrie, die 1985 schloß, verpflichtet zur Wiederherstellung des gesamten Raumes, der in den Naturpark eingeschlossen und zum Weltkulturerbe erklärt ist.
David Calzada gestern in den Salinen Formenteras

Formentera | Carmelo Convalia

"Die Salinen Formenteras sind Weltkulturerbe und daher haben wir einige Verpflichtungen hinsichtlich der Nutzung, hochwertiges Salz zu produzieren, was uns dazu führt, die gesamte Zone so aufzubereiten, wie sie war, als man sie aufgab." Auf diese Weise erklärte der Direktor der Salines de Formentera, David Calzada, gestern die Ziele der Firma, die ab jetzt das gesamte Umfeld bearbeitet, eingeschlossen in den Parque Natural de Ses Salines de Eivissa y Formentera.

Calzada präzisierte, diese Verpflichtung schließe die Reaktivierung des gesamten Wasserkreislaufes ein, "um den Grundstoff der Salinen zu garantieren, das Meer". Das Projekt umfasst gleichfalls die ungekürzte Rehabilitation des gesamtem Raumes und aller seiner Elemente, die in ihrer Mehrheit in verfallenem Zustand sind. David Calzada stellt sich keinen Termin bis zum Erreichen dieses Zieles und bevorzugt eine diplomatische Haltung. Gleichwohl wird das Projekt allmählich "voranschreiten, abhängig von den Mitteln, über die wir verfügen können". Die Firma beabsichtigt, in einem ersten Schritt den Gesundheitsmarkt zu erreichen mit der Produktion von Mineralsalzen, um später mit der Vermarktung des Salzes in den Nahrungssektor einzutreten. Längerfristig und mit der gesamten Infrastruktur der Salinen (Teiche, Kanäle und andere Elemente), plant man Biosalz zu produzieren, das in Deutschland und Japan sehr geschätzt wird.

23 Jahre ungenutzt
Calzada erklärt, daß die Entscheidung, mit Mineralsalz die Arbeit zu beginnen, mit der Qualität des Salzes zusammenhängt, das man jetzt produzieren könnte, welches, bedingt durch die 23 Jahre Inaktivität der Industrie, nicht von hoher Qualität sein würde und daher nicht für Gesundheitsprodukte geeignet ist. In diesem Sinne erklärte er, daß "wir in diesem Jahr mit Mineralsalzen auf den Gesundheitsmarkt wollen und im Frühjahr einen Salztyp von hoher Qualität produzieren, das ist es, Ausflockung und Blüte des Salzes".
Das Unternehmen möchte das Salz Formenteras kommerziell identifizieren als ein Produkt "echt und wegen seiner Eigenschaften von hoher Qualität und möchte so eine Herkunftsbezeichnung (Denominación) erreichen", sagt Calzada.
Im Augenblick hat ihnen der Arbeitsbereich erlaubt, bis zu 20 unterschiedliche Mineralien in sehr naturreinem Zustand zu separieren, "da das Meerwasser von sehr hoher Qualität ist und wir die Mineralisierung des Produktes jetzt auf natürliche Weise erhalten, weil die Salinen nicht arbeiten; die Konzentration der Mineralisierung ist höher als im Toten Meer".
In den Salinen der Insel findet man Magnesium- und Kalisalze mit bedeutenden Spurenelementen von Selen, Mangan, Kobalt und Vanadium, "sehr nutzbringend für die Gesundheit und mit einem bedeutenden Anteil an Biophotonik." Der Fachmann versichert außerdem, daß der deutsche und japanische Markt diese Eigenschaften sehr schätzt und "auf Formentera haben wir sehr gute Daten; auf jeden Fall ist es ein unmittelbarer Markt, denn in dem Maße, wie wir die Salinen umgestalten können, um das Wasser wieder zirkulieren zu lassen, werden wir mehr Salzarten erwirtschaften".
Um anzufangen, bereitet die Firma eine Mannschaft von 9 Personen vor, die sofort mit der Arbeit beginnen werden. Der Direktor versichert, daß alle Beschäftigten, mit 2 Ausnahmen, Bewohner der Insel sein werden.

Die Arbeitsmittel der Insel
Als erste Maßnahme wird die Belegschaft eine Serie von Produktionsversuchen in den Salinas Ferrer bei La Savina starten. Es geht darum, Salzausflockungen und Salzblühte hoher Qualität zu erzeugen für den Ernährungssektor. Calzada weist darauf hin, daß "die Produktion anfangs klein sein werde, um Schlüsse zu ziehen und einen Investitionsplan zu erstellen". Hinsichtlich der genauen Mittel, dieses Salz zu produzieren, erklärte der Direktor der Gesellschaft, daß die Firmen, die sich diesem Sektor widmen, fossile Brennstoffe nutzen, um die Sole zu erhitzen, bis das Salz ausfällt. "Wir werden diese Erhitzung mit Solarenergie realisieren (die Maschine, die einem Wagen gleicht, hat eine integrierte Kochplatte) und so werden wir CO2-Emissionen vermeiden".
Voraussichtlich werden die ersten Salzkornpakete im Frühling 2009 auf dem Markt sein.

Ein landschaftlicher Irrtum Das Pumpen von Wasser in die Salinas Marroig aus landschaftlichen Gründen verursachte Porosität der Mauern, die ihre Wasserdichtheit verloren haben.


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Erstellt am 12.09.2008

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