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Die Neptunspflanze erobert Ca Marí und Cala
Saona
FORMENTERA: C. CONVALIA
"Niemals habe ich so viele Algen gesehen,"
jammerte gestern ein Fischer von Es Camarí,
der seit mehreren Wochen nicht mehr auf das Meer
hinaus kann, weil Tonnen abgestorbener
Neptunspflanzen nicht erlauben, sein Boot zu Wasser
zu lassen, um zu fischen. Diese unnormale Situation
betrifft ein Dutzend Bootsbesitzer dieses
Küstenabschnitts, von denen nur einer diese
Aktivität berufsmäßig ausübt.
Vor dieser Situation hat der für Umweltfragen zuständige Stadtrat Formenteras, Bartomeo Cardona, die Küstenbehörde und das Umweltamt der Balearen angeschrieben, um "die notwendige Erlaubnis zur Beseitigung dieser pflanzlichen Reste, die aktuell die traditionellen Aktivitäten diese Küstenabschnits kollaiert hat" zu erbitten. Der Ratsherr versichert, daß "wir nichts unternehmen, bis wir die Erlaubnis haben" und fügte hinzu, es sei Aufgabe, diese Reste zu beseitigen, "ohne das Küstensystem zu schädigen, weswegen wir sehr gut überlegen müssen, in welcher Form wir das tun, die Berichte zur Umweltbelastung bedenkend, die notwendig sind". In Es Camarí wissen die Fischer, daß bei vorherrschendem Westwind die "Alge" sich traditionell in diesem Gebiet ansammelt. Sie weisen auch darauf hin, daß bei Wind aus Südost dasselbe Meer auf natürliche Weise einen Großteil der Pflanzenreste entfernt, die es dort deponiert hat. Motiv für die Anwesenheit solch großer Algenmengen ist ein Phänomen, auf das das Imedea (Instituto Mediterráneo de Estudios Avanzados) aufmerksam machte und das sich auf die hohen Wassertemperaturen bezieht, die im vergangenen Sommer registriert wurden. Um einem duch die hohen Temperaturen bedingten Sterben vorzubeugen, hat die Pflanze einen Überlebensmechanismus in Gang gesetzt, weswegen die Fortpflanzung intensiviert ist, um das massive Sterben zu kompensieren. |